Büroeinrichtung
12.02.2026
Kleine Büros einrichten: Wie gute Planung aus wenigen Quadratmetern maximale Arbeitsqualität holt
Zu wenig Platz, zu viele Aufgaben, ständig „Möbel-Tetris“? Wer ein kleines Büro optimal einrichten will – ob Einzelbüro, 2‑Personen‑Büro oder Multifunktionsraum – braucht mehr als ein hübsches Regal aus dem Online‑Shop. Effizienz beginnt nicht mit Möbeln, sondern mit Analyse. In diesem Beitrag zeigen wir, wie Sie kleine Büros richtig planen, welche typischen Denkfehler Sie vermeiden sollten und an welchen Punkten sich die Zusammenarbeit mit einem Büroplaner wie Salfer aus Mühldorf a. Inn besonders lohnt.
1. Kleine Büros, große Aufgaben
Hohe Mieten, Hybrid Work, gewachsene Strukturen: Viele Unternehmen rund um Mühldorf, Waldkraiburg & Umgebung kennen das Problem – die Flächen bleiben klein, die Anforderungen wachsen.
Typische Symptome in kleinen Büros
- Schreibtische dicht an dicht, Stühle stoßen aneinander
- Wege versperrt durch Rollcontainer und Drucker
- Aktenstapel überall, kein klarer Platz für Technik
- Konzentration fällt schwer, Videocalls stören Kollegen
- das Gefühl: „Wir arrangieren uns irgendwie – aber gut ist es nicht“
Genau hier setzt ein anderer Ansatz an: Quadratmeter sind endlich – Ideen nicht
Statt „noch ein Schrank“, „noch ein Tisch“ geht es um Raumdenken statt Möblieren. Oder in einem Satz: Effizienz beginnt nicht mit Möbeln, sondern mit Analyse
Als Büroplaner für Büroeinrichtung in Mühldorf unterstützen wir Unternehmen genau an dieser Stelle – gerade, wenn es um kleine, knifflige Räume geht.
2. Schritt 1: Analyse statt Möbelschieben
Wer ein kleines Büro optimal einrichten will, sollte nicht mit dem Katalog, sondern mit Fragen starten
Welche Funktionen muss der Raum wirklich leisten?
- konzentriertes Arbeiten (Fokus-Arbeitsplatz)
- Telefonie / Videocalls
- kurze Besprechungen zu zweit / zu dritt
- Technikplatz (Drucker, Router, NAS)
- Stauraum für Unterlagen, Bemusterungen, Arbeitsmittel
- Besucherverkehr (z. B. Kunde kommt ins Zweierbüro)
Der entscheidende Satz: Jede Funktion braucht ihren Platz, aber nicht ihren eigenen Raum
In kleinen Büros bedeutet das: Funktionen intelligent bündeln, statt für jede Aufgabe einen eigenen Tisch oder Schrank zu reservieren
Was zur Analyse gehört
- exakte Maße, Türschwenkbereiche, Fensterpositionen
- Heizkörper, Dachschrägen, Nischen
- Position von Steckdosen, Netzwerk, Lichtauslässen
- Blickachsen (wer schaut wohin, wenn er sitzt?)
- Akustik (laute Zonen, Nachhall)
- Stauraumbedarf: Was muss wirklich im Raum sein, was kann digitalisiert oder ausgelagert werden?
Hier steigen wir bei Salfer häufig ein: Mit CAD-Planung und 3D-Visualisierung lassen sich verschiedene Varianten eines kleinen Büros durchspielen, ohne eine einzige Schraube zu drehen. Mehr dazu auch auf unserer Seite zur Büroplanung
3. Raumdenken statt Möblieren: Kleine Büros zonieren
Wer ein kleines Büro richtig einrichten möchte, denkt zuerst in Zonen, nicht in Möbeln
Typische Zonen in kleinen Räumen
- Arbeitszone – Schreibtisch, Stuhl, Bildschirm
- Besprechungszone – kleiner Tisch oder Stehpunkt
- Stauraumzone – Schränke, Regale, Material
- Technikzone – Drucker, Router, Ladestationen
- Rückzugs- / Fokuszone – akustisch ruhiger Arbeitsplatz oder Sessel
In kleinen Büros geschieht diese Zonierung ohne zusätzliche Wände, sondern zum Beispiel durch Möbel, Licht oder Materialien
durch Möbel
- halbhohe Regale als Raumteiler
- Sideboards, die Arbeitszone von Technikzone trennen
- akustisch wirksame Stellwände statt massiver Schrankwände
durch Licht
- helles, gerichtetes Licht an Arbeitsplätzen
- ruhigeres, indirektes Licht in Besprechungs- oder Pausenzonen
Vertiefend dazu finden Sie unseren Beitrag zum modernen Lichtkonzept fürs Büro
durch Materialien & Farben
- textil/akustisch wirksame Oberflächen im Fokusbereich
- robustere, glatte Flächen in Verkehrs- und Technikzonen
Glaselemente können in sehr kleinen Büros zusätzlich helfen, Licht und Weite zu erhalten, ohne Zonen aufzugeben. Mehr dazu im Artikel zu Glastrennwänden im Büro
4. Mehrfachnutzung als Gestaltungsprinzip
In kleinen Büros gilt: Möbel sind Werkzeuge, nicht Dekoration Jeder Stück Einrichtung braucht eine klare Aufgabe – am besten mehrere
Typische Mehrfachnutzungen
- Besprechungstisch = Projekt- + Pausenplatz Ein kompakter Tisch im 2‑Personen‑Büro kann am Vormittag als Projektfläche, mittags als Essplatz und nachmittags für kurze Kundengespräche dienen
- Sideboard = Stauraum + Raumteiler + Akustikelement Mit der richtigen Höhe schirmt es Arbeitsplätze optisch ab, nimmt Unterlagen auf und kann mit akustisch wirksamen Fronten den Lärmpegel senken
- Fensterbank & Brüstung = Ablage + Sitzplatz Breitere Fensterbänke lassen sich als kurze Sitzbank für den 1:1‑Austausch nutzen
- Wandflächen = Whiteboard + Pinwand + Schallschutz Ein großes, rahmenloses Board kann Schreibfläche, Informationszone und akustisches Element verbinden
Damit Mehrfachnutzung im Alltag funktioniert, braucht es klare Regeln: Wo werden Unterlagen abgelegt? Wie bleibt der Tisch frei für den nächsten Call? Diese „Betriebsordnung“ ist Teil einer guten Büroplanung – und oft der Punkt, an dem wir mit Kunden die größten Effizienzgewinne erzielen
5. Stauraum vertikal denken – Flächen freispielen
Der kostbarste „Rohstoff“ im kleinen Büro ist die Bodenfläche. Um diese freizuspielen, muss Stauraum vertikal geplant werden
- hohe Schränke bis nahe unter die Decke
- Hängeschränke und Aufsatzregale
- integrierte Technikfächer in Schränken (Drucker, Router, Ladezonen)
- schmale Hochregale statt breiter Lowboards
Wichtig ist, den „Schrankwand‑Effekt“ zu vermeiden: Eine durchgehende Wand aus dunklen, geschlossenen Fronten kann einen Raum optisch erdrücken. Besser sind aufgelockerte Frontbilder, hellere Oberflächen oder gezielte Farbakzente
Parallel müssen Fluchtwege und Brandschutz berücksichtigt werden – Flure und Eingangsbereiche dürfen nicht „zugebaut“ werden
Maßgefertigte Lösungen spielen hier ihre Stärke aus: Maßmöbel im Büro lassen sich exakt auf Dachschrägen, Nischen und Fensterhöhen anpassen
6. Reduktion und Klarheit: Gestaltung für kleine Räume
Kleine Räume verzeihen keine Unschärfe Was in einem 40‑Quadratmeter‑Großraumbüro „durchgeht“, wirkt im 10‑m²‑Büro schnell unruhig und vollgestopft
Farben
- 2–3 klare Hauptfarben und Materialien
- gezielte, ruhige Kontraste (z. B. Holz + Weiß + eine Akzentfarbe)
- dunklere Zonen dort, wo Ruhe gewünscht ist (Rückwand hinter dem Monitor, Fokusbereich)
Materialien & Formen
- filigrane Gestelle statt massiver Blockmöbel
- offene Regalteile mit bewusst inszenierten Inhalten
- verdeckte Kabel- und Technikführung
Reduktion ist der Schlüssel zu Großzügigkeit. Ein kleiner, klar gestalteter Raum mit wenigen, passenden Möbeln wirkt oft hochwertiger und „größer“ als ein vollgestellter
7. Bewegungsflächen & Ergonomie: kein Luxus, sondern Voraussetzung
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und die Technischen Regeln für Arbeitsstätten geben klare Orientierungswerte vor
- Mindestgrundfläche: ca. 8 m² für den ersten Arbeitsplatz, + 6 m² für jeden weiteren im gleichen Raum
- Bewegungsfläche am Arbeitsplatz: mindestens 1,5 m²
- Tiefe und Breite jeweils mindestens 1,0 m, bei nebeneinander angeordneten Arbeitsplätzen Breite mind. 1,2 m
Diese Zahlen sind Grundlage für gesundes Arbeiten. Wer ein kleines Büro ergonomisch einrichten will, darf Bewegungsflächen nicht „wegoptimieren“
Höhenverstellbare Tische im kleinen Büro
In kleinen Büros hat sich ein Ansatz bewährt
- 1 vollwertiger, elektrisch höhenverstellbarer Hauptarbeitsplatz
- ein kompakter Sekundärplatz (z. B. für Besucher, kurze Abstimmungen)
So bleibt genug Bewegungsfläche, ohne auf Ergonomie zu verzichten
Stuhl, Monitor, Licht
- ein guter Bürostuhl nach aktuellem Standard ist Pflicht
- Monitore in richtiger Höhe und Tiefe entlasten Nacken und Augen
- blendfreie, ausreichend helle Beleuchtung (ca. 500 lx am Arbeitsplatz) verhindert Ermüdung
Gute Planung macht Quadratmeter unsichtbar, schlechte Planung macht jeden Zentimeter spürbar
8. Praxisbeispiele: Kleine Büros optimal einrichten
Beispiel 1: Kleines Büro für 2 Personen (ca. 10–12 m²)
Ausgangslage: Zweierbüro, viel Telefonie, gelegentlich Kunden im Raum, wenig Stauraumfläche
Lösungsskizze
- zwei Arbeitsplätze versetzt, nicht direkt nebeneinander
- ein Platz als Hauptarbeitsplatz mit höhenverstellbarem Tisch
- halbhohes Sideboard zwischen den Plätzen als Stauraum + Raumteiler + Akustikpuffer
- kompakter runder Tisch in der Ecke als Besprechungs- und Pausenplatz
- hoher Schrank an nur einer Wand, oben mit geschlossenen Fächern, unten mit offenen Fächern für Schnellzugriff
Ergebnis: ausreichend Bewegungsfläche, klare Zonen, Kunden können Platz nehmen, ohne „im Nacken“ der Mitarbeitenden zu sitzen
Beispiel 2: Kleiner Fokus- oder Projektraum (ca. 8–10 m²)
Ausgangslage: Ein ehemaliges Einzelbüro soll als flexibler Raum für Rückzug, 1:1‑Gespräche und Videocalls dienen
Lösungsskizze
- ein flexibler Tisch (klappbar oder auf Rollen)
- zwei bequeme Stühle oder ein kleiner Lounge‑Sessel + Besucherstuhl
- akustisch wirksame Wandpaneele oder Regale mit textilen Elementen
- große Whiteboardfläche an einer Wand für Projektarbeit
- gedimmtes, blendfreies Licht + separate Lichtzone am Tisch für konzentrierte Arbeit
So entsteht ein Raum, der sowohl als Focus Room als auch als kleiner Projektraum funktioniert
Beispiel 3: Multifunktionsraum im KMU (Kopiererraum + Kurzbesprechung + Archiv)
Ausgangslage: Zu wenig Zimmer, aber Bedarf für Technik, Ablage und kurze Stehmeetings
Lösungsskizze
- Technikzone mit Drucker, Router etc. in einem belüfteten Schrankmodul
- dazu darüber und seitlich Archivstauraum in hohen Schränken
- an der gegenüberliegenden Wand ein Stehbesprechungsboard mit schmalem Stehtisch und Whiteboard
- klare Kennzeichnung, wann der Raum als Besprechungsraum blockiert ist
So wird aus einem „Kopiererabstellraum“ ein multifunktionaler Raum, der den Flächendruck in kleinen Büros entschärft
9. Wann lohnt sich der Profi? – Die Rolle von Salfer
Viele unserer Projekte im Raum Mühldorf starten mit Sätzen wie: „Wir wollten nur schnell ein kleines Büro einrichten, jetzt herrscht Chaos“ oder „Im Möbelhaus sah das alles viel größer aus“
Typische Auslöser, bei denen sich ein Profi besonders lohnt
- geplanter Umzug oder Flächenreduzierung
- gewachsene Teams, zu wenig Ruhearbeitsplätze
- Einführung von Hybrid Work oder Desksharing
- Beschwerden des Teams über Lärm, Enge oder fehlende Rückzugsorte
- sehr schwierige Grundrisse (Dachschrägen, lange Schlauchbüros, viele kleine Räume)
Was wir als Büroeinrichter und Büroplaner konkret leisten
- Flächenanalyse & Funktionsprogramm – welche Räume braucht Ihr Unternehmen wirklich
- CAD-Planung & 3D-Visualisierung – verschiedene Layouts Ihres kleinen Büros im direkten Vergleich
- maßgefertigte Büromöbel und Anpassungen für Nischen, Dachschrägen, Technik
- Integration von IT- und Bürotechnik (z. B. Drucker, Displays, Videokonferenztechnik)
- Licht- und Akustiklösungen, die auf kleine Räume abgestimmt sind
- Lieferung, Montage und Begleitung bis zur Inbetriebnahme
Der Unterschied zu „DIY“ und Möbelhaus: Es geht weniger um „Welche Möbel gefallen Ihnen?“, sondern um die Frage: „Wie arbeiten Ihre Teams – und welche Funktionen muss Ihr Raum abbilden?“
10. Fazit: Kleine Räume brauchen Haltung, keine Kompromisse
- Effizienz beginnt nicht mit dem nächsten Rollcontainer, sondern mit Analyse
- Raumdenken statt Möblieren: Zonen definieren, bevor Möbel ausgewählt werden
- Mehrfachnutzung als Gestaltungsprinzip: Jedes Möbelstück übernimmt mehrere Aufgaben
- Stauraum vertikal denken – Flächen freispielen, statt Wege zuzustellen
- Reduktion, klare Linien und gute Ergonomie machen kleine Büros großzügig und leistungsfähig
- Gute Planung macht Quadratmeter unsichtbar und kleine Büros zu starken Arbeitsorten
Wenn Sie ein kleines Büro für 1–2 Personen, einen Fokusraum oder einen multifunktionalen Nebenraum planen – in Mühldorf, Waldkraiburg oder der Umgebung – unterstützen wir Sie gerne von der ersten Idee bis zur fertigen Einrichtung
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