IT-Möbelsysteme
03.07.2026
Braucht die Schule noch einen Computerraum?
Braucht die Schule noch einen Computerraum? Diese Frage wird 2026 in vielen Kollegien und Schulverwaltungsämtern gestellt, meist als Entweder-oder: behalten oder abschaffen, Tablets für alle oder der alte PC-Pool. Beide Antworten greifen zu kurz.
Denn das eigentliche Problem ist selten die Funktion eines Computerraums, sondern ein einziger teurer Umstand. Ein klassischer EDV-Raum ist auf genau eine Nutzung festgelegt und steht deshalb oft einen Großteil der Woche leer, während anderswo die Fläche fehlt.
Es gibt einen dritten Weg. Aus dem Klassenzimmer wird in Sekunden ein Computerraum und wieder zurück. Es entsteht also ein Raum, der die volle Rechenleistung eines echten Computerraums behält und trotzdem als ganz normales Klassen- oder Seminarzimmer nutzbar bleibt.
Warum die Antwort weder behalten wie bisher noch ersatzlos streichen lautet, zeigt dieser Beitrag.
Kurz vorweg: Ja, aber nicht als Raum, der oft leer steht
Die ehrliche Antwort lautet: Ja, Schulen brauchen weiterhin echten, vollwertigen Rechnerzugang. Das gilt für Informatik, Prüfungen, rechenintensive Anwendungen und alle Aufgaben, die ein Tablet nicht sauber abdeckt. Was Schulen nicht mehr brauchen, ist ein Raum, der ausschließlich diesem Zweck dient und deshalb in vielen Schulen einen großen Teil der Woche ungenutzt bleibt.
Die Funktion ist richtig, die starre Einzweck-Fläche ist das Problem. Rheinland-Pfalz verlangt für Schulen sogar wörtlich mindestens ein Computerraum oder ein Klassensatz Laptops. Das belegt, dass Informatik echten Rechnerzugang braucht und die Politik dies anerkennt.
Warum die Frage gerade jetzt gestellt wird
Drei Entwicklungen treffen 2026 zusammen. Über den DigitalPakt 2.0, in Kraft seit dem 1. September 2026, werden große Budgets für digitale Ausstattung bewegt. Dadurch steht jede Investition auf dem Prüfstand. Ob Tische mit eingebauter Technik mitgefördert werden, lässt sich prüfen, komplett oder in Teilen.
Der DigitalPakt bildet den Budgetrahmen, keine automatische Zusage für einzelne Positionen. Wie Sie die Förderprüfung für einen Computerraum vorbereiten, steht im Beitrag Welche EDV-Raumausstattung ist förderfähig?. Gleichzeitig laufen an vielen Schulen Sanierungen und Neubauten, bei denen jede Quadratmeter-Entscheidung zählt. Zudem ist die Tablet-Euphorie abgekühlt: Bayern nimmt die verpflichtende 1:1-Tablet-Ausstattung zurück, erst ab Klasse 8, unter der Leitlinie Digitalisierung mit Augenmaß.
Schweden kehrt in Grundschulen wieder verstärkt zu gedruckten Büchern zurück.
Digitalpakt-Budgets, Sanierungen und die Tablet-Debatte
Selten treffen so viele Weichenstellungen gleichzeitig aufeinander wie derzeit. Wo neue Mittel fließen und Räume ohnehin angefasst werden, wird jede alte Selbstverständlichkeit hinterfragt, auch der klassische PC-Pool. Genau in diesem Moment ist es klug, nicht reflexartig zwischen abschaffen und behalten zu wählen.
Klüger ist die Frage, welche Funktion die Schule wirklich braucht und wie viel teure Fläche sie dafür dauerhaft binden will. Wer jetzt plant, entscheidet für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre mit.
Was Bayern, Schweden und ICILS über den Trend sagen
Die Rückkehr zu mehr Augenmaß ist kein Einzelfall.
Die ICILS-2023-Befunde zeigen deskriptiv: Der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die digitale Medien fast täglich nutzen, ist von 2013 bis 2023 stark gestiegen, von rund 9 auf 70 Prozent. Gleichzeitig wuchsen die gemessenen Kompetenzen nicht mit und sanken zwischen 2018 und 2023 sogar. Der Anteil auf unzureichendem Niveau stieg von rund 30 auf 40 Prozent.
Das ist ausdrücklich keine Kausalaussage. Mehr Geräte machen niemanden klüger oder dümmer. Aber es begründet, warum die einfache Formel Tablet ersetzt Computerraum wieder hinterfragt wird.
Mehr Bildschirme allein sind noch kein Lernerfolg. Es kommt darauf an, dass für die richtigen Aufgaben auch die richtigen Werkzeuge bereitstehen.
Der wahre Feind ist nicht der Computerraum, es ist der Einzweck-Leerstand
Rechnen wir ehrlich. Ein Computerraum ist einer der teuersten Räume der Schule: Fläche, Möblierung, Verkabelung, Rechner, Wartung. Gleichzeitig ist er auf eine einzige Nutzung festgelegt.
In der Praxis ist ein solcher Raum oft schlecht ausgelastet. Er wird für einige Informatik- und IT-Stunden gebraucht und steht die übrige Zeit leer, während anderswo Klassen- und Gruppenräume fehlen. Genau dieser Einzweck-Leerstand ist der eigentliche Kostentreiber, nicht die Computer selbst.
Wer den Raum abschafft, verliert die Funktion. Ist der Computerraum nur wenige Stunden pro Woche belegt, lohnt sich die Frage, wie er in der übrigen Zeit genutzt werden kann. Die Debatte „behalten oder abschaffen“ geht von einer falschen Alternative aus.
Der Denkfehler in einem Satz: Die Debatte streitet über die Computer. Das Geld verbrennt aber die Fläche, die nur einem einzigen Zweck dient.
Warum sich der vollwertige PC nicht durch Tablets erledigt hat
Tablets sind kein Nebenprodukt, sondern für viele Aufgaben ein echtes Werkzeug. Für Recherche, Lesen, kollaboratives Arbeiten und Mobilität sind sie stark. Auch der Einwand die Zukunft ist mobil hat einen wahren Kern. Aber bei zentralen Schulaufgaben stoßen sie an Grenzen.
Tippen auf Glas ist langsamer als auf einer physischen Tastatur: In einer Studie der Aalto-Universität von 2019 mit über 37.000 Teilnehmenden lagen Smartphone-Nutzer rund 25 Prozent unter dem Tempo von Tastatur-Schreibern. Das summiert sich bei Textarbeit, Programmieren und Prüfungen. Ein großer Bildschirm ermöglicht zudem rund 16 Prozent schnelleres Arbeiten und etwa ein Drittel weniger Fehler (University of Utah).
Und die Arbeitswelt, auf die Schule vorbereitet, läuft überwiegend auf vollwertigen Windows- und macOS-Rechnern.
Der Einwand ernst genommen: Die Zukunft sind doch Tablets
Nehmen wir den Einwand so ernst, wie er gemeint ist. Wer auf Tablets setzt, hat einen echten Schmerzpunkt erkannt. Der starre PC-Raum steht viel zu oft leer, während die Geräte sonst überall im Haus gebraucht werden.
Das stimmt. Genau deshalb ist auch die reine Rückkehr zum alten PC-Pool keine Antwort. Nur ersetzt das Tablet die volle Rechenleistung nicht, sondern umgeht sie.
Die eigentliche Schwäche liegt bei beiden Wegen: Der PC-Raum bindet Fläche, das Tablet deckt die anspruchsvollen Aufgaben nicht ab. Die überzeugende Lösung ist deshalb kein Entweder-oder, sondern volle Rechenleistung genau dann, wenn sie gebraucht wird, ohne dass ein Raum dauerhaft dafür blockiert bleibt.
Was ein echter Rechner kann, vom Desktop bis zur Workstation
Entscheidend ist die Leistungsbandbreite. Der Rechner lässt sich in jeder Klasse frei wählen, vom Mini-PC über den mittleren Desktop bis zur großen Workstation für CAD, Robotik, Videoschnitt, Data Science oder lokale KI. Diese Rechenleistung liefert kein Tablet.
Wo Schülerinnen und Schüler modellieren, rendern, kompilieren oder große Datenmengen verarbeiten, braucht es einen ausgewachsenen Rechner. Diesen kann derselbe Raum bereitstellen, in dem morgen wieder ganz normaler Unterricht stattfindet. Wie sich diese Werkzeuge sinnvoll kombinieren lassen, zeigt unser Beitrag Monitor, Tastatur, Maus im Unterricht.
Wann ein eigener Computerraum sinnvoll bleibt
Ein fester Computerraum bleibt sinnvoll, wenn er tatsächlich ausgelastet ist: an Schulen mit Informatikschwerpunkt, an beruflichen Schulen mit täglichem Fachunterricht am Rechner oder wenn Prüfungen und Kurse den Raum den ganzen Tag belegen. Auch besondere Anforderungen an Netzwerk, Kühlung oder Sicherheit können einen eigenen Raum rechtfertigen. Der dritte Weg richtet sich an alle anderen Räume: an die, die nur einige Stunden pro Woche als Computerraum gebraucht werden und sonst leer stehen.
Der dritte Weg: ein Raum, der in Sekunden wechselt
Der Ausweg aus der Entweder-oder-Falle ist ein Raum, der beide Rollen übernehmen kann. Genau das ist die Idee hinter dem flexiblen Raum von SMESK: ein höheneinstellbarer Tisch, aus dessen Platte ein Monitor per Gasdruckfeder versenkbar herausfährt und wieder verschwindet, ausgelöst über eine Push-Funktion. Auf leichten Druck gleitet der Monitor automatisch aus der Platte und wieder hinein.

Der dritte Weg in der Praxis: Computerraum der Ecole Privée Fieldgen in Luxemburg. Rechner im Tisch, Monitore versenkbar, der Raum bleibt ein normaler Unterrichtsraum. Foto: Luc Engelmann
Der Tisch nimmt Ihren PC jeder Leistungsklasse auf, vom Mini-PC bis zur Workstation. Der Rechner ist fest und zugriffssicher verbaut, entweder im Korpus oder bei größeren Geräten an der passenden PC-Halterung (Mini, Medium, Max) am Tisch befestigt. Welchen Rechner Sie einbauen, wählen Sie selbst und beschaffen ihn wie gewohnt.
So bleiben Ihre vertraute Hardware und Ihr Standard-Image erhalten. Auf Wunsch liefern wir den Tisch mit passendem PC.
Die gesamte Stromverkabelung liegt zugriffssicher im Korpus: kein Kabelchaos, sauberer Strom je Geräteklasse. So wird aus dem EDV-Raum in Sekunden ein normaler Klassen-, Seminar- oder Besprechungsraum und wieder zurück. Ein Raum, mehrfach genutzt.
Die teure Fläche arbeitet doppelt, während die Funktion des Computerraums vollständig erhalten bleibt. Die Technik ist dabei im Korpus verstaut und damit besser vor Zugriff geschützt als frei stehende Geräte. In bestimmten Tischkonfigurationen lassen sich zudem Laptops und Tablets verstauen und laden, sodass auch die mobile Welt abgedeckt ist.
Wie das im Detail aussieht, zeigt unsere Seite zur Computerraum-Ausstattung.
Ein Hinweis zur Ergonomie: Die Arbeitshöhe wird einmalig und dauerhaft auf die Nutzergruppe eingestellt, in 15-mm-Schritten zwischen 74 und 82 cm, kein motorischer Sitz-Steh-Tisch. Der Monitor fährt per Gasdruckfeder und Push-Funktion ohne Motor aus und ein. Die Details stehen auf der Produktseite Medientisch mit versenkbarem Monitor.
Und die Datensouveränität? Rechenleistung vor Ort statt US-Cloud
Ein oft übersehenes Argument für echte Rechner vor Ort ist die Datensouveränität. Der US Cloud Act erlaubt US-Behörden den Zugriff auf Daten großer US-Anbieter. Die deutsche Datenschutzkonferenz hält Microsoft 365 in der Standardkonfiguration für nicht datenschutzkonform. Einzelne Länder schränken US-Cloud an Schulen ein oder setzen auf Open Source.
Ein fest verbauter, vollwertiger PC, bis hin zur Workstation für lokale KI, liefert genau das, was reine Cloud-Setups nicht garantieren: Rechenleistung und Datenverarbeitung im Haus, unter eigener Kontrolle.
Fazit: Die Funktion behalten, die Fläche zurückgewinnen
Braucht die Schule noch einen Computerraum? Ja, die Funktion. Nein, nicht als Raum, der oft leer steht.
Der dritte Weg löst den Widerspruch: volle Rechenleistung auf Abruf, ohne dauerhaften Raumverlust. So bleibt der echte Rechnerzugang für Informatik, Prüfungen und anspruchsvolle Anwendungen erhalten. Gleichzeitig steht dieselbe Fläche die übrige Woche als normaler Klassen- oder Seminarraum zur Verfügung. Wo Sie die passenden Tische finden und konfigurieren, zeigt unsere Kategorie EDV-Tische.
Wer wissen will, wie sich das im eigenen Haus anfühlt, testet es am besten unverbindlich im echten Betrieb.
Sie überlegen, ob Ihre Schule den Computerraum behält, abschafft oder klüger nutzt? Sehen Sie den dritten Weg im echten Betrieb und erleben Sie, wie aus dem Computerraum in Sekunden ein normales Klassenzimmer wird. Wir zeigen Ihnen die passenden IT-Möbelsysteme und stellen auf Wunsch fertige Ausschreibungs-Textbausteine bereit.
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Häufige Fragen
Braucht eine Schule 2026 überhaupt noch einen Computerraum?
Die Funktion ja, den starren Einzweck-Raum nein. Für Informatik, Prüfungen und rechenintensive Anwendungen brauchen Schulen echten, vollwertigen Rechnerzugang. Rheinland-Pfalz verlangt sogar wörtlich mindestens ein Computerraum oder ein Klassensatz Laptops.
Nicht mehr nötig ist ein Raum, der ausschließlich als PC-Pool dient und einen großen Teil der Woche leer steht. Ein Raum, der zwischen EDV- und Klassenraum wechseln kann, behält die Funktion und gibt die Fläche frei.
Ersetzen Tablets nicht längst den Computerraum?
Für Recherche, Lesen und mobiles Arbeiten sind Tablets stark, und der Trend zur Mobilität ist real. Bei Kernaufgaben stoßen sie aber an Grenzen.
Tippen auf Glas ist langsamer als auf einer physischen Tastatur, rund 25 Prozent in einer Aalto-Studie von 2019 zum Smartphone-Tippen. Ein großer Bildschirm ermöglicht rund 16 Prozent schnelleres und etwa ein Drittel fehlerärmeres Arbeiten (University of Utah). Zudem läuft die Arbeitswelt überwiegend auf vollwertigen Windows- und macOS-Rechnern. Bayern nimmt die verpflichtende 1:1-Tablet-Ausstattung sogar zurück.
Die beste Antwort ist deshalb kein Entweder-oder, sondern volle Rechenleistung auf Abruf.
Was kostet ein Computerraum wirklich, und warum ist Leerstand das Problem?
Ein EDV-Raum ist einer der teuersten Räume der Schule: Fläche, Möblierung, Verkabelung, Rechner, Wartung. Da er auf eine einzige Nutzung festgelegt ist, ist er in der Praxis oft schlecht ausgelastet und steht die restliche Zeit leer, während andernorts Räume fehlen. Genau dieser Einzweck-Leerstand ist der eigentliche Kostentreiber, nicht die Computer selbst.
Ein Raum, der doppelt genutzt wird, senkt die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer, ohne die Funktion aufzugeben.
Was ist die Alternative zum Abschaffen oder Behalten?
Der dritte Weg: ein höheneinstellbarer Tisch, aus dem ein Monitor versenkbar herausfährt und der einen fest verbauten, vollwertigen PC jeder Leistungsklasse aufnimmt. Dieser ist entweder im Korpus eingebaut oder bei größeren Geräten an einer PC-Halterung (Mini, Medium, Max) am Tisch befestigt. Die Verkabelung liegt zugriffssicher im Korpus.
So wird der Computerraum in Sekunden zum normalen Klassenzimmer und wieder zurück. Ein Raum, mehrfach genutzt.
Kann so ein Tisch auch anspruchsvolle Anwendungen wie CAD oder KI?
Ja. Der Tisch nimmt Ihren PC jeder Leistungsklasse auf, vom Mini-PC über mittlere Desktops bis zur großen Workstation für CAD, Robotik, Videoschnitt, Data Science und lokale KI. Der Rechner ist entweder im Korpus eingebaut oder bei größeren Geräten an einer PC-Halterung (Mini, Medium, Max) am Tisch befestigt. Gerade lokale Rechenleistung vor Ort ist im Sinne der Datensouveränität ein Vorteil, weil sie unabhängig von US-Cloud-Diensten arbeitet.
Ist die Technik im offenen Klassenraum nicht gefährdet?
Weil PC und Verkabelung zugriffssicher im Tischkorpus verstaut sind und der Monitor versenkt wird, ist die Technik deutlich schwerer zu entwenden oder zu manipulieren als frei stehende Geräte. Laptops und Tablets lassen sich in bestimmten Tischkonfigurationen verstauen und laden. Sie möchten das im eigenen Raum erleben? Fragen Sie eine kostenlose Teststellung an.
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