IT-Möbelsysteme

  11.09.2026

DigitalPakt 2.0 in Bayern: Vier-Säulen-Zuschuss ab 2027 und was Schulträger jetzt wissen müssen

DigitalPakt 2.0 in Bayern: Vier-Säulen-Zuschuss ab 2027

Ratgeber der C. Rudolf Salfer GmbH (SMESK), Fachbereich IT-Möbelsysteme. Stand 16. Oktober 2026. Titelfoto: Computerraum der Ecole Privée Fieldgen, Luxemburg, Foto: Luc Engelmann.

Der DigitalPakt 2.0 ist gestartet: Die Verwaltungsvereinbarung von Bund und Ländern gilt seit dem 1. September 2026. Damit stellen sich für Schulen und Schulträger in Bayern drei Fragen: Was heißt das für unsere Schule? Können wir schon etwas beantragen? Und was lässt sich jetzt vorbereiten?

Die kurzen Antworten: In Bayern fließen die Mittel des DigitalPakts 2.0 laut Kultusministerium in den Vier-Säulen-Zuschuss. Ein eigenes DigitalPakt-Antragsverfahren gibt es in Bayern nicht. Ab dem 1. Januar 2027 erhalten die Schulaufwandsträger je Schüler eine gesetzliche Pauschale. Diese setzt das Landesamt für Schule per Bescheid fest. Innerhalb der Zweckbindung entscheiden Sie selbst, was Sie damit beschaffen.

Schon jetzt lässt sich einiges vorbereiten, vor allem der Blick auf die eigene Schule: Wo fehlt Ausstattung, welche Technik muss ersetzt werden, und wie sollen die Räume künftig genutzt werden? Sie planen außerhalb Bayerns? Wie weit die anderen Länder sind, zeigt unsere Übersicht DigitalPakt 2.0: Stand in allen 16 Ländern.

Was feststeht: DigitalPakt-Mittel fließen in den Vier-Säulen-Zuschuss

Ab dem 1. Januar 2027 zahlt der Freistaat den Vier-Säulen-Zuschuss. Diese gesetzliche Leistung nach Art. 5 Abs. 3 und 4 BaySchFG ersetzt laut Kultusministerium zwölf bisherige Einzelförderungen des Landes. Ihre Höhe ist gesetzlich als Pauschale je Schüler und Haushaltsjahr festgelegt. Die Beträge der Säulen 1 bis 3 werden jährlich per Rechtsverordnung an den Verbraucherpreisindex für Bayern angepasst.

Laut Kultusministerium fließen auch die Mittel des DigitalPakts 2.0 in diesen Zuschuss ein. Die Schulaufwandsträger profitieren nach Angaben des Ministeriums künftig „ganz ohne Antrag oder Verwendungsnachweis“ vom DigitalPakt 2.0 (Entlastungstracker, Stand 10. September 2026). Auch im Staatshaushalt 2026/2027 sind die Bundesmittel der Titelgruppe zugeordnet, aus der ab 2027 der gesetzliche Zuschuss gezahlt wird. Ein eigenes DigitalPakt-Antragsverfahren gibt es in Bayern deshalb nicht.

Zum Bundesrahmen: Der Bund und die Länder stellen jeweils zur Hälfte insgesamt 5 Milliarden Euro bereit. Wie Schulträger die Mittel erhalten, regelt jedes Land selbst: über ein Antragsverfahren, eine Pauschale oder den Landeshaushalt. Bayern hat sich für die Pauschale entschieden.

Möbel nennt die Vereinbarung weder als förderfähig noch als ausgeschlossen. Gefördert wird die digitale Ausstattung, ausdrücklich auch deren Aufbau und Inbetriebnahme einschließlich Integration, Umsetzung und Installation (Wortlaut der Vereinbarung in der Fassung zur Unterzeichnung). Was das bundesweit für IT-Möbel bedeutet, erklärt unser Ratgeber Welche EDV-Raumausstattung ist förderfähig?

Für Ihre Planung heißt das: Rechnen Sie mit der Pauschale, denn sie steht im Gesetz. Einen eigenen DigitalPakt-Betrag neben der Pauschale sieht das Gesetz nicht vor.

Was noch offen ist (Stand 16. Oktober 2026)

  • Ob die Bundesmittel die Pauschalen nur mitfinanzieren oder die Beträge je Schüler erhöhen, hat das Ministerium nicht ausdrücklich gesagt.
  • Ab wann der Zuschuss für 2027 abgerufen werden kann, ist noch nicht veröffentlicht. Beim bestehenden Wartungszuschuss rufen die Träger die Leistung je Kalenderjahr im Portal sat:las ab.
  • Ob Arbeitsplätze mit fest integrierter Technik unter die Zweckbindung fallen, hat das Land nicht amtlich geklärt. Mehr dazu erfahren Sie im Abschnitt „Was für IT-Möbel in Bayern gilt“.
  • Ob Beschaffungen aus 2026 aus dem Zuschuss 2027 bezahlt werden dürfen, ist ebenfalls offen.

Eine Gelegenheit, diese Fragen anzusprechen, bietet die Informations- und Dialogkampagne des Kultusministeriums. Den Auftakt bildet am 22. Oktober 2026 von 14 bis 16 Uhr ein Livestream. Vom 26. bis 29. Oktober 2026 folgen Regionalkonferenzen in jedem Regierungsbezirk mit Zeit für den Austausch. Schulaufwandsträger und Schulen melden sich getrennt an: Schul-IT im Dialog gestalten.

So funktioniert der Vier-Säulen-Zuschuss

Ab 2027 ist der Zuschuss eine gesetzliche Leistung nach Art. 5 Abs. 3 und 4 BaySchFG. Einen Förderantrag mit Einzelprüfung gibt es nicht.

  • Säule 1 bis 3: Gebäude-Digitalinfrastruktur, mobile Endgeräte, digitale Bildungsmedien und KI-Anwendungen
  • Säule 4: der seit 2025 bestehende Zuschuss für technische Wartung und Pflege
  • Bescheid: Das Landesamt für Schule setzt die Zuweisung je Haushaltsjahr nach der Schülerzahl fest, maßgeblich ist der vorangegangene Stichtag der Amtlichen Schuldaten.
  • Auszahlung: über das Portal sat:las des Landesamts für Schule
  • Zweckbindung: Investitionen in die schulische digitale Infrastruktur; innerhalb dieser Zweckbindung flexibel, ohne Katalog einzelner Gegenstände
  • Übertragbar: Nicht verbrauchte Zuweisungen dürfen in die folgenden Haushaltsjahre übertragen werden.
  • Anpassung (Säulen 1 bis 3): jährlich zum 1. Januar nach dem Verbraucherpreisindex für Bayern, per Rechtsverordnung

Die Pauschalen je Schulart

Die Beträge in Euro je Schüler und Haushaltsjahr stehen in Art. 5 Abs. 3 Satz 2 BaySchFG (GVBl. 2026 S. 229). Die Tabelle zeigt alle 13 Schularten.

SchulartGebäudeMobile EndgeräteMedien und KI
Grundschule45,4059,404,68
Mittelschule69,8846,5411,06
Förderzentrum, Jahrgangsstufen 1 bis 694,1694,786,67
Förderzentrum, Jahrgangsstufen 7 bis 1094,16140,2915,08
Realschule, Gymnasium, Schule besonderer Art42,8439,5511,44
Realschule zur sonderpädagogischen Förderung100,8366,5213,11
Abendrealschule, Abendgymnasium, Kolleg72,99107,9913,53
Wirtschaftsschule, Jahrgangsstufen 5 und 661,9764,597,28
Wirtschaftsschule, Jahrgangsstufen 7 bis 1161,9731,1913,26
Berufsschule89,9461,109,48
Fachoberschule, Berufsoberschule50,0765,027,30
Berufsfachschule, Fachschule, Fachakademie104,2086,9211,13
Berufliche Förderschule161,1783,1410,84

Wichtig für berufliche Schulen: Schüler in Teilzeitbeschulung zählen an Berufsschulen mit dem Faktor 0,4, an Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung mit 0,55 und an sonstigen beruflichen Schulen mit 0,5 (Art. 5 Abs. 3 Satz 3 BaySchFG). Wer dort mit der vollen Schülerzahl rechnet, setzt das Budget zu hoch an.

Säule 4 für Wartung und Pflege kommt mit eigenen Beträgen je Schüler und Haushaltsjahr hinzu (§ 13c Abs. 3 AVBaySchFG, Stand 1. Januar 2026):

  • 51,23 Euro an allgemeinbildenden Schulen, Wirtschaftsschulen, Fachoberschulen, Berufsoberschulen und Klinikschulen
  • 61,47 Euro an Berufsschulen, Berufsfachschulen, Fachschulen, Fachakademien und den übrigen Förderschulen
  • 24,58 Euro in Teilzeitklassen an beruflichen Schulen
  • 33,80 Euro in Teilzeitklassen an Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung

Auch Träger von Ersatzschulen erhalten den Zuschuss, in entsprechender Anwendung nach Art. 30 BaySchFG. Für private Förderschulen und Klinikschulen gelten erhöhte Beträge, je nach Säule bis zum Doppelten.

Beispiel: ein Landkreis mit drei Realschulen

Der Landkreis ist Träger von drei Realschulen mit insgesamt 1.500 Schülern.

SäuleEuro je SchülerSumme je Jahr
Gebäude42,8464.260 Euro
Mobile Endgeräte39,5559.325 Euro
Medien und KI11,4417.160 Euro
Summe Säulen 1 bis 3 (ohne Wartung und Pflege)93,83140.745 Euro

Das ist ein Jahresbudget, berechnet anhand der Werte aus dem Gesetz. Säule 4 für Wartung und Pflege kommt hinzu. Nicht verbrauchte Zuweisungen dürfen Sie in die folgenden Haushaltsjahre übertragen. Dadurch lässt sich auch eine größere Anschaffung über mehrere Jahre planen, etwa die Technik eines Computerraums. Das ist Ihr Budget, keine Aussage darüber, wofür es verwendet werden darf.

Wenn ein Unterrichtsraum mehr können soll

Mit neuer Technik stellt sich fast immer auch die Frage, wie ein Raum künftig genutzt werden soll. Für manche Stunden braucht es feste Rechnerarbeitsplätze. Für andere sind freie Tischflächen, Platz für Hefte und Bücher sowie ein ungehinderter Blick durch den Raum erforderlich. Dauerhaft aufgestellte Monitore erschweren es, einen Computerraum auch für andere Unterrichtsformen zu nutzen. In vielen Schulen steht er deshalb einen Teil der Woche leer, während nebenan Klassenräume fehlen.

Wer einen Computerraum erneuert, kann dessen Nutzung neu denken: Bleibt der Raum ausschließlich für die Arbeit am PC reserviert, oder soll er zusätzlich normalen Unterricht aufnehmen? Die Antwort bestimmt, welche Tische in den Raum kommen.

Eine Möglichkeit bieten Schultische mit fest eingebautem Rechner und versenkbarem Monitor. Bei der Arbeit am Computer steht der Bildschirm bereit. Danach lässt er sich im Tisch versenken, sodass die Arbeitsfläche für andere Unterrichtsphasen frei ist. Der Rechner sitzt geschützt im Tischkorpus, und die Kabel bleiben im Tisch. So lassen sich feste PC-Arbeitsplätze mit einer flexiblen Nutzung des Raums verbinden.

Computerraum der Ecole Privée Fieldgen mit Tischreihen, ausgefahrenen Monitoren, Tafel und Display

Neu ausgestatteter Computerraum der Ecole Privée Fieldgen in Luxemburg: Tische mit versenkbaren Monitoren, der Rechner sitzt im Korpus. Foto: Luc Engelmann

Wie ein solcher Raum im Schulalltag funktioniert, zeigt unser Ratgeber Ein Raum, mehrfach genutzt. Die Tische selbst finden Sie auf der Seite Tisch mit versenkbarem Monitor und PC. Was sonst in einen Computerraum gehört, von der Verkabelung bis zum Lehrerplatz, zeigt unsere Übersicht Computerraum-Ausstattung.

Was für IT-Möbel in Bayern gilt

Die Pauschale ist zweckgebunden für Investitionen in die schulische digitale Infrastruktur. Innerhalb dieser Zweckbindung entscheiden Sie als Träger flexibel. Einen Katalog einzelner Gegenstände gibt es nicht und auch keine Stelle, die einen Tisch vorab anerkennt.

Sie entscheiden, ob Sie Arbeitsplätze mit fest integrierter Technik aus dem Zuschuss oder aus Ihrem allgemeinen Sachaufwand finanzieren. Einen fachlichen Anhaltspunkt bietet das VOTUM 2026. Diese IT-Ausstattungsempfehlung gibt das Kultusministerium heraus. Zu Fachräumen heißt es dort (Abschnitt 4.2 b, S. 36): „Aus ergonomischen Gründen können für die Arbeit am Computer Drehstühle sowie Tische mit integriertem Kabelkanal in Betracht gezogen werden, was eine fachgerechte Verlegung der Kabel mit Zugentlastung erlaubt.“ Den Bezug zum Zuschuss stellt das VOTUM selbst her: Der Finanzierungsrahmen sei „im gemeinsamen Dialog von Schule und Schulaufwandsträger vor Ort … auch unter Berücksichtigung der fachlichen Empfehlungen dieses Votums … individuell auszugestalten“ (Abschnitt 1.1 b, S. 6). Das VOTUM ist eine Empfehlung und keine Förderregel. Ob ein Arbeitsplatz unter die Zweckbindung fällt, ist amtlich nicht geklärt; die Zuordnung verantworten Sie gegenüber der Rechnungsprüfung. Wer sichergehen will, holt vorab eine schriftliche Einschätzung des Kultusministeriums oder des Landesamts für Schule ein.

Für den Computerraum empfiehlt das VOTUM einen eigenen stationären Arbeitsplatz je Schülerin und Schüler. Die Anordnung soll ermöglichen, dass die Lehrkraft „alle Bildschirme im Blick hat“; eine frontale Anordnung erschwert ihr laut VOTUM den Überblick (Abschnitt 4.2 a, S. 36). Das lässt sich bei der Raumaufteilung berücksichtigen.

Zur Einordnung: Im Rechenmodell des Freistaats, das nur die Höhe der Pauschale bemisst, sind Möbel nicht berücksichtigt; maßgeblich für die Verwendung ist die Zweckbindung. Im ersten DigitalPakt schloss Bayern Mobiliar für mobile Endgeräte und Medienpulte grundsätzlich aus.

Bei SMESK-Tischen ist der Kabelkanal in den Tisch integriert. Der obere Kabelkanal übernimmt die Querverkabelung, während die hohlen Tischbeine als Kabelschächte dienen. An innenliegenden Befestigungspunkten werden die Leitungen mit Zugentlastung fixiert. Jedes Modell nimmt Ihren PC fest und zugriffssicher auf: entweder im Korpus eingebaut oder mit einer PC-Halterung am Tisch befestigt. Das Rechenmodell des Freistaats setzt für Computerräume eine Nutzungsdauer von sechs Jahren an: Danach tauschen Sie nur PC und Monitor aus, der Tisch bleibt stehen. Beim Lift fährt der Monitor in den Tisch, beim Flip klappt er unter die Tischplatte. Zum Lift gehört serienmäßig ein unterer Kabelkanal. Monitor-Einbau, Verkabelung und Montage weisen wir im Angebot getrennt aus, auf Wunsch auch Hebemechanik und Gestell. Dadurch können Sie jede Position einzeln zuordnen. Zusätzlich erhalten Sie für jeden Raum eine gegliederte Positionsliste und ein Beiblatt zum Einsatzkonzept.

Weitere Wege für IT-Möbel in Bayern

  • Allgemeiner Sachaufwand: Zum Sachaufwand des Trägers gehören laut Art. 3 Abs. 2 Nr. 1 BaySchFG „die Bereitstellung, Einrichtung, Ausstattung, Bewirtschaftung und Unterhaltung der Schulanlage“. IT-Möbel können deshalb grundsätzlich aus dem regulären Haushalt finanziert werden.
  • Startchancen-Programm, Säule I: Die bayerische Richtlinie nennt ausdrücklich „flexibles Mobiliar für modulare, multifunktionale Raumnutzungen“. SMESK-Räume lassen sich so einordnen: Klassenzimmer und Computerraum in einem. Gefördert werden ausschließlich zusätzliche Maßnahmen an Startchancen-Schulen. Die Förderung beträgt bis zu 70 Prozent; für besonders finanzschwache kommunale Träger kann sie, soweit Haushaltsmittel verfügbar sind, bis zu 90 Prozent betragen. Der erhöhte Anteil wird erst nach Ablauf der Antragsfrist per Schlussbescheid zugewiesen. Anträge können bis zum 31. Juli 2029 bei der Bezirksregierung eingereicht werden. Bereits vor Ablauf dieser Frist sind je Startchancen-Schule Bewilligungen von bis zu 830.000 Euro möglich. Mit der Bestätigung des Antragseingangs kann der vorzeitige Vorhabenbeginn zugelassen werden, auf eigenes Finanzierungsrisiko und ohne Rechtsanspruch auf Förderung. Über die Förderung entscheidet die Bewilligungsbehörde. Laut Kultusministerium kommt es darauf an, dass die Maßnahme die Lern- und Lehrumgebung pädagogisch verbessert.
  • Berufliche Schulen: Bei kommunalen Schulbaumaßnahmen erstrecken sich die Finanzhilfen „auch auf die erstmalige Einrichtung, soweit sie der fachtheoretischen und fachpraktischen Ausbildung der Schülerinnen und Schüler unmittelbar dient und schulaufsichtlich genehmigt ist“ (Art. 5 Abs. 1 BaySchFG). Bei allgemeinbildenden Schulen ist die Ausstattung nicht zuweisungsfähig.
  • Kommunales Investitionsbudget aus dem Sondervermögen: Es umfasst auch den Erwerb beweglicher Sachen. Als Beispiel nennt das Finanzministerium 200 Laptops für eine Schule. Das Budget gilt für Maßnahmen, die ab dem 1. Januar 2025 begonnen wurden. Dazu zählen auch Beschaffungen im Jahr 2026. Die Zuweisung erfolgte mit Bescheiden vom 15. Mai 2026. Seit dem 18. Mai 2026 und bis Ende 2032 lässt sich das Budget abrufen. Das Investitionsvolumen muss je Maßnahme mindestens 50.000 Euro betragen. Ob die Ausstattung eines Raums mit IT-Arbeitsplätzen darunterfällt, entscheidet Ihre Kommune.

Im Förder-Check für bayerische Schulträger sehen Sie, welche dieser Wege für Ihre Schule in Frage kommen, jeweils mit Begründung.

Was Sie im vierten Quartal 2026 vorbereiten

  1. Haushalt 2027 hochrechnen. Die Pauschale steht im Gesetz und lässt sich für jede Schule anhand der Schülerzahl beziffern.
  2. Bedarf je Raum aufnehmen. Eine Übersicht der benötigten Ausstattung mit den voraussichtlichen Kosten macht Ihren Finanzbedarf für Kämmerei und Gremien nachvollziehbar.
  3. Einsatzkonzept aktualisieren. Es ordnet Geräte, Räume und Arbeitsplätze ein und begründet jede Beschaffung.

Wer kümmert sich um was? Die Schule beschreibt den Bedarf und das pädagogische Konzept. Der Schulaufwandsträger stellt die Mittel in den Haushalt ein, beschafft und rechnet ab. Für die Vorbereitung reichen drei Unterlagen: das Medien- oder Einsatzkonzept der Schule, die Positionsliste je Raum mit Kostenschätzung und ein Zeitplan bis zur Ausschreibung. Eine konkrete Anschaffung klären Sie vor der Ausschreibung mit der Kämmerei und der bewirtschaftenden Stelle.

Was Sie vermeiden sollten

  • Auf eine bayerische DigitalPakt-Richtlinie warten, statt mit der Pauschale zu planen
  • Vor der Ausschreibung nicht bei der bewirtschaftenden Stelle nachfragen
  • Einen festen Zahlungstermin in den Haushalt 2027 einplanen
  • Die Richtlinie SchulMobE für Raumthemen ansteuern, obwohl sie nur Endgeräte deckt

Wie wir unterstützen

Sie planen einen Computer- oder Fachraum? Wir unterstützen Sie bei der Raumaufteilung, der Ausstattungsliste und der Kostenschätzung. Salfer besteht seit 1949. Heute planen, liefern und montieren wir IT-Möbelsysteme für Schulen, Behörden und Unternehmen. Die Positionsliste je Raum erhalten Sie von uns als Grundlage für Ihre Kämmerei. Einen Einblick bieten unsere Tischsysteme mit eingebauter PC-Technik.

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Häufige Fragen

Gibt es in Bayern eine Förderrichtlinie zum DigitalPakt 2.0?

Nein. Laut Kultusministerium fließen die Mittel des DigitalPakts 2.0 in den Vier-Säulen-Zuschuss. Ein eigenes DigitalPakt-Antragsverfahren gibt es in Bayern nicht.

Muss ich den Vier-Säulen-Zuschuss beantragen?

Einen Förderantrag mit Einzelprüfung gibt es nicht. Das Landesamt für Schule setzt die Zuweisung nach der Schülerzahl per Bescheid fest, ausgezahlt wird über das Portal sat:las. Ab wann der Abruf für 2027 möglich ist, ist noch nicht veröffentlicht.

Wofür darf ich die Pauschale verwenden?

Sie ist für Investitionen in die schulische digitale Infrastruktur zweckgebunden und innerhalb dieser Zweckbindung flexibel. Einen Gegenstandskatalog enthält das Gesetz nicht.

Kann ich IT-Möbel aus dem Vier-Säulen-Zuschuss finanzieren?

Das Gesetz nennt Möbel weder als zulässig noch als ausgeschlossen. Ob Sie Arbeitsplätze mit fest integrierter Technik der Zweckbindung des Zuschusses zuordnen oder aus dem allgemeinen Sachaufwand finanzieren, entscheiden Sie als Träger. Amtlich geklärt ist diese Zuordnung nicht; Sie verantworten sie gegenüber der Rechnungsprüfung. Das VOTUM 2026 des Kultusministeriums nennt für die Arbeit am Computer Tische mit integriertem Kabelkanal; das ist eine Empfehlung, keine Förderregel. Wer sichergehen will, holt vorab eine schriftliche Einschätzung des Kultusministeriums oder des Landesamts für Schule ein. Für Ihre Entscheidung erhalten Sie von uns eine gegliederte Positionsliste.

Zählen Beschaffungen aus 2026 noch mit?

In Bayern fließen die DigitalPakt-Mittel erst ab 2027 über den Zuschuss. Ob damit auch Beschaffungen aus dem Jahr 2026 bezahlt werden dürfen, ist bisher offen. Klären Sie dies vor einer Bestellung mit dem Landesamt für Schule oder dem Kultusministerium. Dokumentieren Sie zudem Auftrag, Lieferung und Rechnung.

Für Beschaffungen im Jahr 2026 kommt das kommunale Investitionsbudget aus dem Sondervermögen in Frage. Es gilt für Maßnahmen, die ab dem 1. Januar 2025 begonnen wurden, und umfasst auch bewegliche Sachen. Ob dazu eine Raumausstattung mit IT-Arbeitsplätzen gehört, entscheidet Ihre Kommune. Das Investitionsvolumen muss je Maßnahme mindestens 50.000 Euro betragen.

Kann ich Tische über SchulMobE finanzieren?

Nein. Die Richtlinie SchulMobE (BayMBl. 2026 Nr. 8) fördert mobile Endgeräte, Zubehör, Garantieverlängerungen, Versicherungen und betriebsnotwendige Software. Für Raumthemen ist sie nicht der richtige Weg.

Quellen

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